Open-Air-Gottesdienst

Rückblick auf den Gottesdienst am 31. August 2025

Open-Air-Gottesdienst fand unter dem Dach der evangelischen Kirche statt
Dass der Gottesdienst „wegen Regen“ doch nicht wie geplant draußen im Garten der Kirchengemeinde statt findet, sondern in der Jesus-Christus-Kirche, tut diesem besonderen Format keinen Abruch. Fünf Pfarrerinnen des Südkreises im Evangelischen Kirchenkreis Kleve bieten diesen Gottesdienst nun schon zum dritten Mal im Sommer an. Nach Issum und Geldern findet
er diesmal in Kevelaer statt.

Segen von oben für Landwirte und Gärtner
Die Hausherrin der Gemeinde Kevelaer, Pfarrerin Karin Dembek, begrüßt die Menschen zum Gottesdienst mit der Überschrift ‚Unter Gottes Segen‘. „Gut, dass die Kirche nebenan steht, wenn es regnet und der Segen von oben kommt“, der von Landwirten und Gärtnern gewünscht sei in diesen Tagen, so Dembek.

Fünf Pfarrerinnen
Die Pfarrerinnen im Südkreis Yvonne Brück, Issum; Karin Dembek, Kevelaer; Sabine Heimann, Geldern; Ulrike Schalenbach, Straelen-Wachtendonk und Karin Stroband-Latour, Kerken sowie die Vikarin Cristina Kielich haben diesen Gottesdienst zu etwas sehr Besonderem gemacht.

Wie es sich anfühlt
Yvonne Brück fragt sich während einer Aktion am Stehpult, die sie gemeinsam mit Cristina Kielich hält, wie es sich für sie anfühlt, wenn sie gesegnet ist. Für sie ist es ein Segen, wenn etwas unter die Haut geht. „Wenn ich ein gutes Buch lese, das mich berührt.“ Es sei etwas, was sie zum Funkeln bringe, das sie weitergeben möchte, erklärt Brück weiter. Cristina Kielich fügt hinzu, dass es ein Segen sein kann, satt zu sein, wie ein Hamster, der sich füllen ließe, wenn seine Backen immer runder würden. „Segen kann auch Vorrat sein“, ergänzt die Vikarin.

Teil einer Gemeinschaft
Ein Segen sei es, Teil einer Gemeinschaft sein zu dürfen. In einer kleinen Unterbrechung der Aktion wird die Gottesdienstgemeinschaft aufgefordert, sich darüber auszutauschen, was für sie ein Segen sei. Die sogenannten „Murmelgruppen“ sind nicht zu überhören. Es finden rege Gespräche statt.

„Es kreischte und brummte, brüllte und summte…“ – Pfarrerin Yvonne Brück erzählt von der Arche Noah.

Sehr lebendig geht es weiter, als die Issumer Pfarrerin von der Arche Noah erzählt. „Es kreischte und brummte, brüllte und summte…“, ist der Geschichte einer Kinderbibel entnommen. Pfarrerin Ulrike Schalenbach führt dies weiter aus in ihrer Ansprache über Jesaja (11, 6-9), der eine Hoffnung auf Gerechtigkeit und ein friedlicheres Zusammenleben offeriert, so wie der Wolf beim Lamm wohnen wird.

Dieses einmal wieder andere Format eines Gottesdienstes kommt an bei den Menschen, die sich gerne an den einzelnen Aktionen beteiligen und mitsingen, wenn der erst 17jährige Noah Johnson nicht nur das Klavier spielt, sondern selbst mitsingt, zum Beispiel auch das Glaubensbekenntnis in musikalischer Form: „Unser Gott hat uns geschaffen…“. Die lebendige Zeit an diesem Sonntagmorgen setzt sich fort beim gemeinsamen Kaffeetrinken.


 

  • Geertje Wallasch (Presbyterin)
  • Geertje Wallasch (Presbyterin)