Kirchenmusik – Klang der Gemeinschaft und Kultur

In unserer Gemeinde spielt Musik eine zentrale Rolle. Durch die Arbeit unserer hochqualifizierten Kirchenmusikerin dürfen wir uns über ein anspruchsvolles und vielfältiges Musikprogramm freuen. Ob geistliche oder weltliche Musik – unsere Konzerte bieten ein hohes Niveau und bereichern das kulturelle Angebot der Region.

Doch Musik ist bei uns nicht nur etwas, das in Konzerten erlebt wird. Sie lebt auch in der aktiven Teilnahme. In Gruppen wie der Kantorei oder dem Gospelchor können Sie selbst musizieren, singen und die Kraft der Musik im Gemeinschaftserlebnis erfahren. Diese Gruppen bieten allen, die Freude am Singen und Musizieren haben, die Möglichkeit, sich kreativ einzubringen und Teil einer lebendigen Musikgemeinschaft zu werden.

Die Musik ist für uns nicht nur ein Ausdruck des Glaubens, sondern auch ein Mittel, Gemeinschaft zu erleben und die Seele zu berühren. Ob als Zuhörer*in oder aktive*r Musiker*in – wir laden Sie ein, die Vielfalt der Musik in unserer Gemeinde zu entdecken und mitzuwirken.

Kantorei

Die Kantorei unserer evangelischen Kirche ist ein lebendiger und wesentlicher Bestandteil unseres kirchlichen Lebens. Mit einer langen Tradition und einer Leidenschaft für Musik bringen unsere ...

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Gospelchor und Band

Unser Gospelchor Herzlich willkommen beim Gospelchor unserer Gemeinde! Wir sind eine lebendige Gemeinschaft von Menschen, die gerne singen und musizieren. Unser Repertoire Unser Repertoire umfasst eine vielfältige Auswahl ...

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Konzert- und Theaterfahrten

Erleben Sie mit uns die Welt der klassischen Musik und genießen Sie unvergessliche Abende bei den philharmonischen Konzerten der Duisburger Philharmoniker! Ein engagiertes Gemeindemitglied organisiert ...

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Musik zur Marktzeit

Fr, 20.11.2026 11-11:30 Uhr
Ort
Heilig-Geist-Kirche
Gelderstr/Heilig-Geist-Gasse
47608 Geldern

Beschreibung
Die Kantorin Jeehyun Park musiziert an Orgel oder Flügel.
Art der Veranstaltung
Konzerte / Theater / Musik
Weitere Informationen
Kantorin Jeehyun Park musiziert freitags um 11:00 Uhr für ca. eine halbe Stunde an Orgel oder Flügel. Das musikalische Spektrum erstreckt sich dabei auf Werke von Böhm, Buxtehude und Bach über Mendelssohn, Couperin, Franck und Dupré bis hin zu zeitgenössischen Komponisten und wird durch Improvisationen ergänzt. Auf einem Handzettel finden Sie das Programm des jeweiligen Tages.

Wer singt, betet doppelt

Auf der Suche nach Gedanken oder Versen, die wiedergeben, welche Freude der gemeinsame Gesang in der Kantorei oder im Gottesdienst macht, bin ich auf diese Formulierung gestoßen. Passend dazu habe ich einen Beitrag Michael Gerstners gefunden, der mir aus der Seele spricht und den ich mit seinem Einverständnis und mit geringen Anpassungen wiedergebe.

Johannes Amting

Musik entsteht nur im Herzen und sie spricht nur das Herz an: Musik ist Liebe! (Sergej Rachmaninov)

Immer wieder hört man, dass Augustinus ein geflügeltes Wort zugeschrieben wird: „Wer singt, betet doppelt.“ Wenn im Gottesdienst wieder einmal eines der eigenen Lieblingslieder aus dem Gesangbuch gesungen wird, wird sich dieser Satz gefühlsmäßig für so manch einen bewahrheiten, da die Freude am geliebten Gesang auch das Herz trifft und die Unmittelbarkeit des Gefühls eine Unmittelbarkeit zu Gott herstellen kann. Aber ist diese Aussage tatsächlich zutreffend? Betet doppelt, wer singend betet? In einem mathematischen Sinn ganz sicher nicht, als ob es dann nur die Hälfte der aufzubringenden Zeit benötigen würde oder als ob das Gebet bei gleichbleibender Zeit eine doppelte Wirksamkeit erreichen würde. So zu denken wäre offenkundig dem Sinn des christlichen Betens zuwider.

Die Aussage mit dem doppelten Beten stammt nicht von Augustinus. Sie lässt sich in seinem Werk nicht finden. Wer aber den Satz doch inhaltlich rechtfertigen will, kann durchaus Argumente dafür bei Augustinus finden. So sagt er etwa einmal in einer Psalmenauslegung: „Wer Lob singt, singt nicht nur, sondern liebt auch den, dem er singt.“ Ein weiterer berühmter Satz in Augustins Bekenntnissen – der Beschreibung der Entwicklung seines inneren Lebens – bestätigt das: „Du willst, dass es Freude bereitet, dich zu loben, denn du hast uns zu dir hin geschaffen und ruhelos ist unser Herz, bis es ruht in dir.“ Das Lob Gottes soll also auch Freude bereiten, da die Freude die Liebe weckt. Und dem dient letztlich der Gesang.

Bei allem Lob des Gesangs ist Augustinus zugleich ein zu feinfühliger Denker und Beobachter seiner selbst, um nicht auch die möglichen Gefährdungen zu bedenken. So schildert er, wie er einerseits tief berührt wurde vom Gesang in der Kirche: „Die Lieder drangen an mein Ohr, und die Wahrheit flößte sich ins Herz, und fromminniges Gefühl wallte über.“ Und wie andererseits doch bisweilen beim Erleben des Gesangs das sinnliche Moment den Sieg über die Vernunft davonträgt, sodass der eigentliche Sinn und Zweck des gesungenen Wortes, die Mitteilung der göttlichen Wahrheit, nicht erreicht wird, sondern ein emotionales Drehen um sich selbst. Zugleich weiß Augustinus jedoch auch um die Unzulänglichkeit der menschlichen Worte und damit auch der Vernunft, wenn es um Gott geht, der größer ist als die menschliche Sprachfähigkeit: „Singe in Jubel. Denn gut für Gott singen, das heißt jubelnd singen. Was ist das, jubelnd singen? Einsehen, dass wir doch nicht mit Worten ausdrücken können, was da in unserem Herzen singt.“

Somit bleibt es letztlich dabei, wie es Augustinus einmal in einer Predigt sagt: „Singen ist eine Sache der Liebe“. Wenn das wahr ist, dann sind auch endlich der „Amateur“ (franz. für Liebhaber) und der „Dilettant“ (ital. für jemanden, der etwas aus begeisterter Liebhaberei tut) in ihr Recht gesetzt. Denn es geht beim singenden Beten nicht um Professionalität, oder höchstens insofern sie Ausdruck der Hingabe des Liebenden ist. Und in diesem Sinne betet doppelt, wer singend betet.

Michael Gerstner ist Diplom-Theologe und Leiter der Katholischen Erwachsenenbildung Kreis Schwäbisch Hall e.V.